Der
Erwartungsdruck rund um die bedeutendste Vereinsveranstaltung des Jahres
am 25. Februar 2007 war groß. Wird sich wohl der Erfolg von 2006
wiederholen lassen? Ja, er ließ sich. Schon einige Tage vor Beginn
verbreitete sich die erfreuliche Nachricht, dass alle Händlertische vergeben seien. Fehlten
dann nur noch die Besucher. Und diese kamen in Scharen - bereits am
Vormittag war rund um die Beutwang-Halle kaum mehr ein Parkplatz zu
finden. Wobei Petrus freilich mit „GT-freundlichen“, also eher
regnerischen Witterungsbedingungen ein wenig mitgeholfen hatte. Mit mehr
als 750 Besuchern konnte auf das Ergebnis des Vorjahrs sogar noch eines
darauf gesetzt werden. Manch’ auswärtiger Vereinsvorsitzender sah es
mit Neid, dass die Nürtinger offenbar den Erfolg für sich gepachtet
haben. Freilich kommt nichts von alleine. Nur dank der präzisen Planung
und Vorarbeit des Organisators Johannes Häge, einer gezielt eingesetzten
Werbung durch Hans-Helmut Kurz sowie der engagierten Mithilfe zahlreicher
fleißiger Hände lief alles wie am Schnürchen ab.
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Nicht
nur in den Nürtinger Blättern, auch in den Zeitungen des Umlands bis hin
zur überregionalen Stuttgarter Zeitung konnte man zum richtigen Zeitpunkt
Ankündigungen lesen. Überall im Stadtgebiet waren an augenfälligen
Stellen Plakate aufgehängt (und pünktlich auch wieder abgehängt)
worden. Die vielen Helfer bei den Transport-, Aufbau- und Abbauarbeiten
nahmen auch einen schmerzenden Rücken und Muskelkater ohne Murren in
Kauf. Und alle anderen, die an der Kasse, im Ordnungs- und Kontrolldienst
oder in der Küche beschäftigt waren, bewiesen den Tag über ein hohes
Standvermögen. Das Ergebnis waren zufriedene Besucher und Sammler, vor
allem aber auch zufriedene Händler und Aussteller, mit deren Beteiligung
man nächstes Jahr wieder rechnen kann. Auch die über den Tag zunehmend
entspannten, wenn nicht gar strahlenden Gesichter unserer neuen
Vorstandschaft spiegelten den Erfolg unübersehbar wider.
Im Foyer waren wieder ansprechende Sammlungen ausgestellt.
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Lebhafter
Betrieb in der Beutwang-Halle
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Naturgemäß
fanden die Rahmen von Sammlerfreund H. Graf zum Thema „Nürtingen im
Wandel der Zeit" besonderes
Interesse. Aber auch die anderen Objekte der Sammlerfreunde B. Hartz, G.
Hentzsch, W. Ludwig, P. Möller, W. Roth, H. Schaffhauser und W.
Schwandner sowie der Jugendgruppe wurden aufmerksam studiert.
Wurde
doch hier jedem klar, dass Philatelisten einen unverzichtbaren Beitrag zur
Bewahrung von Geschichte und insbesondere von Heimatgeschichte liefern und
das geschichtliche Bewusstsein der Allgemeinheit fördern. Ferner zeigte
sich, dass gerade die Themen- und Motivsammlung bestens geeignet ist,
breite Schichten der Bevölkerung und in Sonderheit die Jugend wieder mehr
an die Philatelie heranzuführen - findet doch jeder für sein
Interessengebiet, ob Tiere, Blumen, Kunst, Eisenbahn, Weltraum, Dino’s
oder weiß Gott ’was, eine Entsprechung in der Welt der Briefmarken. Der
bereits am folgenden Tag erschienene Bericht der Nürtinger Zeitung
stellte diese Aspekte deutlich heraus. Verfasser war der ortsbekannte
Redakteur Jürgen Gerrmann, der sich |
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Siegfried
Stoll und Redakteur Gerrmann in der
Briefmarkenausstellung |
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längere Zeit bei uns aufgehalten und
sich alles zeigen und erläutern lassen hatte. Leider zeigt das begleitende breitformatige Bild des Fotografen Jürgen
Holzwarth den schon etwas ausgedünnten Besuch des späteren Nachmittags
in der Halle, dies tut aber der Sache keinen Abbruch. Übrigens fiel das
starke journalistische Interesse aus dem Raum Reutlingen/Metzingen auf.
Beim Betreten der Halle wurde die enorme Bandbreite dessen, was sich heute
unter dem schlichten Begriff „Briefmarken- und Münzensammeln“ alles
tummelt, augenfällig. Nicht nur ein Riesenangebot an Briefen, Briefmarken
und Münzen breitete sich hier auf den Tischen der Händler und Sammler
aus, sondern auch Ansichtskarten zu jedem Thema, altes Papiergeld,
Telefonkarten sowie philatelistische Artikel aller Art. Von der Massenware
in der Wühlkiste bis zum hochwertigen Material und zur Rarität – alles
war vertreten. In einer Ecke hatte sich der Mobile Beratungsdienst
etabliert und gab hier manchen wertvollen Ratschlag. |
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Eifrige
junge Sammler |
| Ohne den
Internet-Handel herabstufen zu wollen – er hat auch irgendwo seine
Berechtigung – diese Art des unmittelbaren Kontakts und des Gesprächs
von Philatelist zu Philatelist ist einfach unersetzlich. Auf dem Podium hatte sich unser früherer Vorsitzender Dietrich Lichtenstein
mit seiner philatelistischen „Rasselbande“ eingerichtet. Es war eine
Freude zu beobachten, wie sich der Nachwuchs in die bunte Welt der Brief-
marken vertiefte. Selbst fühlte man sich an seine eigene Schulzeit
erinnert, wenn man in der Pause mit den Kameraden Briefmarken aus aller
Welt tauschte und so nebenbei seine geografischen Kenntnisse ausbaute.
Begleitet wurde der Großtauschtag
durch Lichtbildervorträge der Sammlerfreunde P. Möller (Dauerserie
„Sehenswürdigkeiten“), W. Marchart (Zauberwelt Briefmarken) und O.
Schuldt (Tipps rund um das Briefmarkensammeln).
Die Referenten hätten bessere Räumlichkeiten verdient, die aber leider
in der Beutwang-Halle nicht zur Verfügung standen. Aber auch so fand sich
eine erkleckliche Anzahl an Zuhörern |
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An
der Information |
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ein, die sich am Schluss gut
informiert aber auch gut unterhalten fühlten. Die Vorträge waren eine
echte Werbung für unser Hobby.
Üblicherweise
wird die Bewirtung (neudeutsch „Catering“) erst zu Ende der Bericht-
erstattung erwähnt, sollte aber eher ganz vorne stehen. Mit
knurrendem Magen und trockener Kehle lassen sich solche Veranstaltungen
nicht bewältigen. Es ist deshalb einfach wichtig, dass ein gutes Angebot
an Speisen und Getränken ohne lange Wartezeiten und zu günstigen Preisen
verfügbar ist. Hier leistete unser Mitglied Josef Aschenbrenner mit
seinem Team Großes. Besonderen Zuspruch fanden Maultaschen und Weißwürste
in harmonischer schwäbisch-bayrischer Koexistenz.
Auch die vielen Kuchenbäcker (?) und –innen trugen dazu bei, dass es in
dem kleinen Hallenrestaurant nur zufriedene Gesichter gab.
Zusammenfassend kann man sich eigentlich nur der abschließenden Aussage
des Herrn Gerrmann in seinem Artikel anschließen: „Das Hobby Philatelie
liegt nicht in Agonie, sondern ist quicklebendig“. Der |
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Sammler
drängen sich an den Tischen |
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